Mittwochgespräch: Zeugen für das Jenseits?

Theologisches nach-Denken der Nah-Tod-Erfahrungsberichte
27. September 2017 18:00 Uhr

Prof. Dr. Franz-Josef Nocke, Duisburg

 

Immer wieder hören wir von Menschen, die nach ihrem Tod durch medizinische Reanimationsmaßnahmen ins Bewusstsein zurückgerufen wurden und danach von ihren Erfahrungen berichten, die sie in der Zeit zwischen Tod und wiedererlangtem Leben gemacht haben. Sie waren dabei erfüllt von überwältigenden Gefühlen der Freude, der Liebe und des Friedens, so stark, dass viele von ihnen die Rückkehr ins Leben, die Wiedervereinigung mit ihrem physischen Körper nur mit innerem Widerstand, mit Traurigkeit und Enttäuschung begleiten konnten. Viele berichten, dass sie verstorbene Verwandte und Freunde gesehen haben oder das ihnen ein Liebe und Wärme ausstrahlendes Wesen begegnet ist, wie sie es noch nie gesehen hatten. Sie spürten von diesem Wesen, ohne dass es Worte dazu brauchte, eine Frage ausgehen, die sie das Ganze ihres Lebens überschauen und bewerten ließ.

Dem theologisch Interessierten fällt die erstaunliche Ähnlichkeit mit den Inhalten christlicher Eschatologie auf: Tod als Durchgang zum Leben, Wiedersehen mit den Verstorbenen, Begegnung mit dem zugleich richtenden und liebenden Gott, Glückseligkeit in dem neuen Leben. Haben wir jetzt also Augenzeugen für das Jenseits? Sind Gott, das Jenseits, das Leben nach dem Tod nunmehr bewiesen? Diesen Fragen will das „mittwochgespräch“ nachgehen.

 

Prof. Dr. Franz-Josef Nocke, geboren 1932 in Bochum, studierte Philosophie, Germanistik und Katholische Theologie in Paderborn, Innsbruck, Münster, München und Paris. 1962 erfolgte die Promotion in München zum Dr. theol., 1965 wurde er Kaplan in Essen, 1968 Studentenseelsorger in Gelsenkirchen. 1970 wurde er als Dozent an die Pädagogische Hochschule Ruhr berufen, seit 1972 lehrte er an der Gesamthochschule Duisburg. 1978 erfolgte die Habilitation in Duisburg im Fachbereich Systematische Theologie, 1981 wurde er Professor für Systematische Theologie / Dogmatik an der Universität Duisburg und 1993 Professor für Systematische Theologie / Dogmatik an der Universität Essen. 1998 wurde Professor Dr. Nocke emeritiert.

 

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